Strategie & ManagementManagement

Mit Qualität überzeugen GRI 102-43; 102-44

Eine anerkannte Stärke des Münchner Airports ist die Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Der hohe Standard gilt in allen Bereichen – im Kerngeschäft Aviation genauso wie im Endkundengeschäft und bei internen Prozessen.

Passagiererlebnisindex (PEI): Qualität messen und Maßnahmen steuern

Die Zufriedenheit der Passagiere ist für den Flughafen München von zentraler Bedeutung. Eine eigens entwickelte Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie wohl sich die Passagiere am Flughafen fühlen und wie sie die Dienstleistungs- und Servicequalität wahrnehmen. Der PEI ist als eine der nicht-finanziellen Steuerungsgrößen im Zielesystem des Flughafens etabliert und dient zur Ableitung von Handlungsfeldern, die das Passagiererlebnis nachhaltig verbessern.

Airport Service Quality (ASQ): Servicequalität sichtbar machen

Der Flughafen München beteiligt sich als einer von weltweit 340 Flughäfen regelmäßig an der vom internationalen Flughafenverband ACI (Airports Council International) initiierten ASQ-Umfrage zum Thema Servicequalität. Dadurch kann er sich mit den besten Drehkreuzen in Europa vergleichen. 2018 belegte der Flughafen München den dritten Platz unter den zentraleuropäischen Flughäfen mit über 40 Millionen Passagieren.

Nach wie vor Europas einziger 5-Star-Airport

Als einziger Fünf-Sterne-Flughafen Europas gehört der Münchner Airport zum exklusiven Kreis von nur zwölf Flughäfen weltweit, die dieses Premiumsiegel tragen dürfen. Besonders das Engagement, die Freundlichkeit und die Kompetenz der Mitarbeiter trugen zur wiederholten Auszeichnung bei. Bewertungskriterien neben der Gastfreundschaft waren Ambiente und Komfort, Serviceangebote, Abläufe sowie Orientierung.

Skytrax: internationales Ansehen gefestigt

Bei den Skytrax »World Airport Awards 2018« wurde der Münchner Airport erneut zum besten Flughafen Europas und zum besten Flughafen weltweit in der Größenklasse zwischen 40 und 50 Millionen Passagieren gekürt. Das Terminal 2, das im Berichtsjahr über 34 Millionen Passagiere nutzten, erhielt die Auszeichnung als zweitbestes Passagierterminal der Welt. Im Ranking aller internationalen Airports belegte der Flughafen München den sechsten Platz. Knapp 14 Millionen Passagiere aus 100 Ländern beurteilten bei der Befragung 550 internationale Flughäfen und zahlreiche Fluggesellschaften. Bewertungskriterien waren beispielsweise die Freundlichkeit und Kompetenz des Flughafenpersonals, das Einkaufs- und Unterhaltungsangebot sowie die Umsteigemöglichkeiten.

Zehn Jahre Mobility Service

Gemeinsam mit der Aicher Ambulanz Union stellt der Flughafen München die Betreuung für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität sicher. Bislang nutzten mehr als 2,5 Millionen Fluggäste den Mobility Service, der in den Terminals und auf dem Vorfeld mit modernstem technischen Equipment für Barrierefreiheit sorgt.

Dialogmanagement: professionell mit Feedback umgehen

Das zentrale Dialogmanagement beantwortet, kategorisiert und analysiert das Kundenfeedback zeitnah und individuell. Diese Stelle erfasst neben Beschwerden auch konstruktive Kritik und positive Rückmeldungen. Um optimale Prozesslösungen für die Fluggäste zu erarbeiten und gegebenenfalls Verbesserungen abzuleiten, sind die entlang der Passagiererlebniskette agierenden Fachbereiche, Behörden und Systempartner eng miteinander vernetzt. Im Jahr 2018 verzeichnete der Flughafen München 79 Beschwerden pro einer Million abgefertigter Passagiere. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (55 Beschwerden pro einer Million Passagiere) ist unter anderem auf die Sperrung des Terminals 2 zu Beginn der bayerischen Sommerferien und die damit einhergegangen Flugausfälle und Verzögerungen bei der An- und Abreise zurückzuführen.

Dialogmanagement

Anzahl der Beschwerden bei Top-Themen

Grafik: Dialogmanagement

Service und Hospitality: Niveau halten und optimieren

Maßgeschneiderte Trainings sowie Workshops zum Themenfeld Service und Hospitality sensibilisieren die operativen Leiter für den Kundenkontakt und betonen ihre Rolle als Botschafter für Servicekultur. Die FMG fördert so das Bewusstsein für Kundenorientierung und die Vorbildrolle innerhalb der Airport Family. Diese Gemeinschaft umfasst nicht nur den Konzern, sondern auch auf dem Campus ansässige Partner wie beispielsweise die 5-Star-Airline Deutsche Lufthansa und am Flughafen tätige Behörden.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement: effektive Prozesse schaffen

Das am Flughafen München eingeführte Qualitätsmanagement auf Basis des internationalen Standards DIN EN ISO 9001:2015 schafft Strukturen, die die Bewertung und Verbesserung von Prozessen unterstützen. Durch eine stetige Prozessoptimierung positioniert sich der Flughafen München mit seinen hohen Qualitätsstandards erfolgreich am Markt.

Strategisches Management und Unternehmenssteuerung GRI 102-46

Im strategischen Nachhaltigkeitsprogramm der FMG sind konkrete Initiativen und Maßnahmen für eine nachhaltige Konzernentwicklung abgebildet. Führungskräfte des oberen Managements verantworten die Initiativen des Nachhaltigkeitsprogramms, Führungskräfte des mittleren Managements die Umsetzung der zugehörigen Maßnahmen. Abhängig vom Erfolg errechnet sich deren variable Vergütung. Mit einer internen Managementberichterstattung überprüft die FMG quartalsweise die Zielerreichung. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die strategischen Zielsetzungen in der Praxis tatsächlich umgesetzt werden.

Flughafen München leistet Beitrag zu Entwicklungszielen der UN GRI 102-43

Der Flughafen München unterstützt die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und leistet einen Beitrag zu deren Umsetzung. Die FMG hat zwölf für sie relevante und beeinflussbare SDGs identifiziert, die sie mit ihren strategischen Projekten bis zum Jahr 2030 vorantreiben will. Für das Jahr 2019 plant der Flughafen München, die eigenen Zielsetzungen noch enger mit den Sustainable Development Goals zu verbinden. Maßgeblich hierfür sind auch die Zielformulierungen der von der Bundesregierung erarbeiteten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Die für den Flughafen München relevanten Sustainable Development Goals

  Bedeutung Wesentliches Thema Maßnahmen

Die FMG hat sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern und dadurch die Unfallereignisse sowie die unfall- und krankheitsbedingten Ausfallzeiten zu reduzieren. Dafür steht dem operativen Arbeitsschutz  das neu geschaffene Team Arbeitsschutzmanagement zur Seite.

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement
  • Verfahren zur Erfassung und Bewertung der Zufriedenheit der Beschäftigten in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz einführen
  • Innovative Hebehilfen in der Gepäckförderanlage des Terminals 1 einsetzen
  • Aufbau einer zentralen Steuerung von Personenqualifikationen, zum Beispiel Konzeption von Unterweisungen für Auslandseinsätze, Konzeption von e-Learning-Modulen für Sicherheitsunterweisungen
  • Intensivierung arbeitsmedizinischer Leistungen und betriebliches Gesundheitsmanagement, zum Beispiel  Projekt »Pro.Fit« Flughafenfeuerwehr, Muskel-Skelett-Programm AufWind, BETSI-Programm

  • Konzeption eines konzernweiten Maßnahmenprogramms zur systematischen Beurteilung von Gefährdungen durch Gefahrstoffe (EMKG, BAuA)

Die Möglichkeit zum kontiniuerlichen Lernen bietet die FMG ihren Mitarbeitern seit Jahren unter anderem durch die flughafeneigene Bildungseinheit Airport Academy. Ziel ist die bedarfsgerechte und gezielte Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter. 

  • Weiterbildung und Kompetenzmanagement
  • Produkt- und Methodenkompetenz durch spezielles Schulungsprogramm für Projektleiter und Consultants entwickeln
  • Neugestaltung der Airport Academy an der AirSite West

  • Kompetenzcenter Consulting entwickelt

Als international ausgerichtetes Unternehmen profitiert der Münchner Airport von der Vielfalt seiner Mitarbeiter. Er respektiert den kulturellen Hintergrund aller Beschäftigten und berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Als Arbeitgeber übernimmt die FMG Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sichert Chancengleichheit und bietet Perspektiven auf allen Ebenen. Fester Bestandteil der Personalarbeit ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen. 

  • Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt
  • Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen im Flughafen München Konzern

Ziel des Wassermanagements am Münchner Flughafen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt so wenig wie möglich zu beeinflussen und alle Einwirkungen durch Gewässerbewirtschaftung, Entwässerung sowie Trink- und Löschwasserversorgung schonend zu gestalten. Hierzu zählen die Aufbereitung von Enteisungsmitteln und der Umgang mit dem Grundwasser. Das zertifizierte Umweltmanagement belegt die zahlreichen Umweltaktivitäten.

  • Schonender Umgang mit Ressourcen
  • FMG nach EMAS und DIN EN ISO 14001 rezertifizieren

Seit 2008 unternimmt die FMG ambitionierte Schritte, den CO2-Ausstoß von ca. 160.000 t (bezogen auf das Basisjahr 2005) trotz Ausbau und Verkehrswachstum nicht weiter zu erhöhen. Hierzu zählt das Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dem der Flughafen mehr als die Hälfte seines Strombedarfs mit umweltfreundlichem Erdgas erzeugt. Auch die verstärkte Nutzung von Fotovoltaikanlagen auf dem Campus hilft dabei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.  

  • Treibhausgas (CO2)- und Luftschadstoffemissionen
  • Pre-Conditioned-Air-Anlagen einführen
  • Kontinuierlich neue Maßnahmen in das Green-IT-Umsetzungsprogramm integrieren

  • Neues IT-Equipment beschaffen, neueste Energy-Star- oder TCO-Anforderungskataloge integrieren und energiesparende Geräte bei der Produktauswahl höher gewichten, um den Verbrauch kontinuierlich zu senken
  • Wasserkraft aus den Uppenbornwerken beschaffen
  • Beschaffung von Grünstrom für Kunden im Scope 3
  • Energieeffizienz im Bestand verbessern

  • Konzept zur verstärkten Nutzung von regenerativer Energie aus Fotovoltaik-Anlagen erarbeiten
  • Außenbeleuchtung und Vorfeldbefeuerung auf LED-Technologie umrüsten
  • E-Mobility: Ladeinfrastruktur ausbauen und weitere Elektrofahrzeuge beschaffen
  • CO2-Charta mit Vorgaben und Leitlininen entwickeln

Die Geschäftstätigkeit des Flughafens hat erheblichen Einfluss auf viele verschiedene Bereiche und Akteure: die Wirtschaftsstandorte München, Bayern und Deutschland, die Region und ihre Einwohner, seine Mitarbeiter, aber auch auf die Passagiere sowie die am und um den Flughafen angesiedelten Unternehmen und andere Stakeholder-Gruppen. Übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Betrieb des Flughafens. 

Der Flughafen München ist in den Geschäftsfeldern Aviation, Commercial Activities und Real Estate tätig. Das Leistungsportfolio des Konzerns deckt nahezu alle am Flughafen-Campus verfügbaren Leistungen ab – vom Flugbetrieb über die Passagier- und Frachtabfertigung bis zum Einzelhandel, zum Hotelgewerbe und zur Gastronomie. Ziel ist es, im gesamten Geschäftsmodell sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu gewährleisten. 

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement
  • Verfahren zur Erfassung und Bewertung der Zufriedenheit der Beschäftigten in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz einführen
  • Innovative Hebehilfen in der Gepäckförderanlage des Terminals 1 einsetzen
  • Aufbau einer zentralen Steuerung von Personenqualifikationen: zum Beispiel Konzeption von Unterweisungen für Auslandseinsätze, Konzeption von E-Learning-Modulen für Sicherheitsunterweisungen
  • Intensivierung arbeitsmedizinischer Leistungen und betriebliches Gesundheitsmanagement, zum Beispiel  Projekt »Pro.Fit« Flughafenfeuerwehr, Muskel-Skelett-Programm AufWind, BETSI-Programm

  • Konzeption eines konzernweiten Maßnahmenprogramms zur systematischen Beurteilung von Gefährdungen durch Gefahrstoffe (EMKG, BAuA)

Die Strategie 2025 zeigt zentrale Themen zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells auf und gibt die Ausrichtung für das zukünftige Wachstum des Flughafens München vor. Die Flughafen München GmbH baut die Flughafeninfrastruktur bedarfsgerecht aus, vernetzt Verkehrsträger miteinander und erweitert das landseitige Verkehrsangebot – immer mit Fokus auf Qualität und die Bedürfnisse der Kunden. Negative Auswirkungen auf die Natur und das Flughafenumland werden so gering wie möglich gehalten, beispielsweise durch umfangreiche Ausgleichs- und Lärmschutzmaßnahmen sowie die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Mitarbeiter. 

  • Luftverkehrsentwicklung
  • Infrastrukturentwicklung und nachhaltiges Bauen
  • Ausgewählte Gebäude nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGBN) zertifizieren
  • Fünf-Sterne-Airport-Hotel (Hilton) in der AirSite Center erweitern

  • AirSite West - Immobilienentwicklung eines Automobil Airport Services
  • Knoten West 0
  • Schaffung bezahlbaren Wohnraumes für FMG Mitarbeiter in Abstimmung mit den Gemeinden der Region
  • Neubau eines Konzern-Rechenzentrums unter Berücksichtigung der CO2-Neutralität
  • Konzernweiten kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Passagierzufriedenheitsdaten, ASQ, Dialogmanagement etc.) weiterentwickeln, betreiben, überwachen und koordinieren
  • Qualitäts- und Serviceoffensive (5-Star Programm) fortführen und weiterentwickeln
  • Strategische landseitige Verkehrskonzepte und -produkte (Schiene, Fernbusse, Carsharing) in die langfristigen Parkbedarfskonzepte integrieren
  • Konzeption und Realisierung des Einsatzes neuer Technologien zur Passagierinformation

  • Delay-Code-Analysen (Analysen zur Feststellung der Gründe für Verspätungen im Luftverkehr) durchführen

  • Total Airport Management (TurnRound- und Verkehrsflussmanagementprozess) am Flughafen München

Für den Flughafen München als intermodale Drehscheibe ist eine attraktive und leistungsfähige Anbindung über die Straße und vor allem über die Schiene von großer Bedeutung. Dementsprechend liegt für den Flughafen München das Hauptaugenmerk auf der attraktiven Vernetzung mit dem Personenfernverkehr auf der Schiene beziehungsweise dem intermodalen Zusammenspiel von Schienen- und Luftverkehr.

  • Landseitige Verkehrsanbindung
  • Kundenorientierung
  • Projekt Neufahrner Kurve unterstützen
  • Planfeststellungsverfahren Erdinger Ringschluss (Flughafen - Stadt Erding) unterstützen
  • Projekt Ausbaustrecke 38 München-Mühldorf-Freilassing im neuen Bundesverkehrswegeplan sichern
  • Erdinger Ringschluss: 1. Abschnitt bis Schwaig bauen
  • Projekt Walpertskirchener Spange unterstützen

Bei eingesetzten Ressourcen verfolgt der Flughafen München eine Strategie des schonenden, sparsamen und im Sinne kommender Generationen verantwortlichen Umgangs mit natürlichen Ressourcen, wobei das Lieferantenmanagement von großer Bedeutung ist. 

  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern
  • Nachhaltige Beschaffung
  • Weitere Nachhaltigkeitskriterien in das Lieferantenmanagement integrieren

  • Lieferanten/Dienstleister informieren (z. B. Informationsflyer für potenzielle Lieferanten und Dienstleister aus der Region erstellen)
  • Transparenz über die bestehenden Liefer- und Leistungsbeziehungen (Erhebung und Veröffentlichung der FMG-Umsätze in der Region) schaffen
  • Bereits bestehende Sponsoringvereinbarungen weiterführen, neue Projektanfragen auf Basis der FMG-Sponsoringgrundsätze prüfen und intensiven Dialog mit den Sponsoringpartnern fortführen

Der Flughafen hat seine Klimaziele noch einmal deutlich verschärft: Bis zum Jahr 2030 soll der Airport komplett CO2-neutral betrieben werden. Dazu will der Flughafen München Konzern die ihm direkt zurechenbaren Treibhausgasemissionen durch eine breite Palette technischer Maßnahmen um 60 Prozent senken. Die restlichen 40 Prozent dieser Emissionen sind mit Technik nicht mehr wesentlich zu beeinflussen. 

  • Treibhausgas (CO2)- und Luftschadstoffemissionen
  • Pre-Conditioned-Air-Anlagen einführen
  • Kontinuierlich neue Maßnahmen in das Green-IT-Umsetzungsprogramm integrieren

  • Neues IT-Equipment beschaffen, neueste Energy-Star- oder TCO-Anforderungskataloge integrieren und energiesparende Geräte bei der Produktauswahl höhergewichten, um den Verbrauch kontinuierlich zu senken
  • Wasserkraft aus den Uppenbornwerken beschaffen
  • Beschaffung von Grünstrom für Kunden im Scope 3
  • Energieeffizienz im Bestand verbessern
  • Konzept zur verstärkten Nutzung von regenerativer Energie aus Fotovoltaik-Anlagen erarbeiten
  • Außenbeleuchtung und Vorfeldbefeuerung auf LED-Technologie umrüsten
  • E-Mobility: Ladeinfrastruktur ausbauen und weitere Elektrofahrzeuge beschaffen
  • CO2-Charta mit Vorgaben und Leitlinien entwickeln

Der Flughafen München ist sich als Betreiber einer großen Infrastruktur der Verantwortung für die Umwelt bewusst. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt und Natur auch im Interesse kommender Generationen so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund war es von Anfang an Ziel des Planungskonzepts, den Flughafen optimal in seine Umgebung einzubetten. Derzeit sind rund zwei Drittel des Geländes innerhalb des Flughafenzauns Grünflächen. Den Flughafenwiesen neben den zwei Start- und Landebahnen kommt eine zentrale Bedeutung beim Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten zu. 

  • Biodiversität
  • Freiwilliges Schmetterlingsprojekt im Rahmen des Umweltpakts Bayern (Artenhilfsmaßnahmen für ausgewählte Tagfalterarten auf Flächen der FMG entwickeln und umsetzen)

Für den Erfolg des Flughafens ist die gute Zusammenarbeit mit der Region unerlässlich. Nur im ständigen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen ist eine nachhaltige Entwicklung möglich. Aus diesem Grund tauschen wir uns mit unseren Stakeholdern – sei es unternehmensintern oder auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene – kontinuierlich aus. Als verantwortungsvoller Nachbar unterstützt die FMG seit über 20 Jahren verschiedene Einrichtungen und Initiativen in der Region, die möglichst viele Menschen erreichen und nachhaltig wirken. 

  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern
  • Off-Campus-Wachstum
  • Transparenz über die bestehenden Liefer- und Leistungsbeziehungen (Erhebung und Veröffentlichung der FMG-Umsätze in der Region) schaffen
  • Bereits bestehende Sponsoringvereinbarungen weiterführen, neue Projektanfragen auf Basis der FMG-Sponsoringgrundsätze prüfen und intensiven Dialog mit den Sponsoringpartnern (z. B. Jugend musiziert) fortführen
  • Vertriebsorganisationen aufbauen
  • Erwerb von Beteiligungen an Beratungsfirmen/Bildung von Joint Ventures
  • Vorstellung der Consultingdienstleistungen an anderen Standorten und Erstellung von Angeboten
  • Customer Relationship Management Tool für das Off-Campus-Geschäft aufbauen
  • Dokumentation und Implementierung der Off-Campus-Prozesse
  • Produktbeschreibungen für Beratungs- und Managementleistungen Off-Campus erstellen

Wesentliche Themen identifizieren und integrieren GRI 102-43; 102-44; 102-46; 102-47

Wesentlichkeitsmatrix

(Bewegen Sie die Maus über die unterschiedlichen Kapitalienicons und klicken Sie auf die Themen innerhalb der Matrix für weitere Informationen.)

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Wesentlichkeitsprozess

1. Identifizierung: Die FMG befragt jährlich mit der Veröffentlichung des integrierten Berichts die zentralen Stakeholder-Gruppen sowie das FMG-Management. Des Weiteren nutzt sie die Ergebnisse interner Szenarienanalysen, um das Geschäftsmodell im breiteren Kontext einer nachhaltigen Entwicklung einordnen zu können.

2. Priorisierung: Die Ergebnisse aus der jährlichen Befragung der Stakeholder und des FMG-Managements werden in einer Wesentlichkeitsmatrix mit zwei gleichwertigen Achsen dargestellt. Die beiden Achsen bilden die Bedeutung der einzelnen Themen für interne und externe Stakeholder ab. Diese Themen werden dann mit den Experten im Unternehmen diskutiert und inhaltlich den strategischen Handlungsfeldern zugeordnet. Zudem finden die Themen Eingang in den Zieleprozess.

3. Validierung: Beim jährlichen strategischen Zieleprozess diskutieren Führungskräfte die relevanten Themen. Außerdem liefert die Stakeholder-Befragung externes Feedback zu den Inhalten des integrierten Berichts. Themenfelder und Ziele werden angepasst, ergänzt oder neu aufgenommen.

Der Flughafen München handelt als »Corporate Citizen« innerhalb der Gesellschaft bewusst verantwortungsvoll und nimmt die Themen seiner Anspruchsgruppen fortlaufend auf. Er begreift den Dialog als Chance, sein unternehmerisches Handeln nachhaltig weiterzuentwickeln. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens integriert die Anliegen der Stakeholder in die strategische Planung und die operative Umsetzung. In einem Wesentlichkeitsprozess identifiziert und priorisiert die FMG die wesentlichen Themen aus Sicht der externen Stakeholder und der Konzernmitarbeiter. Bereits bestehende interne Prozesse und Methoden werden dafür an den internen Strategieprozess gekoppelt. Die FMG hat sich das Ziel gesetzt, die Prozesse, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung und Messbarkeit von internen und externen Auswirkungen, kontinuierlich zu verbessern.

Die konzernweite Wesentlichkeitsanalyse orientiert sich an den Grundsätzen der Global Reporting Initiative (GRI). Sie ist ein bedeutendes Instrument des strategischen Nachhaltigkeitsmanagements. Auf dieser Grundlage kann die Geschäftsführung über zentrale Weichenstellungen für eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns entscheiden. Höchste Priorität für interne und externe Stakeholder hatten 2018 die Themen Luftverkehrsentwicklung, Infrastruktur und nachhaltiges Bauen, Kundenorientierung, Sicherheit im Luftverkehr, und Digitalisierung.

Transparenz durch Dialog GRI 102-40; 102-42; 102-43; 102-44

Foto: Bayern zu Gast im Erdinger Moos
Bayern zu Gast im Erdinger Moos
Rund 40.000 Menschen besuchten die »Family & Music Days« 2018. Flugzeuge aus der Nähe sehen, Livemusik und Showprogramm – der Flughafen zum Anfassen und Erleben zieht jedes Jahr zahlreiche Gäste aus der Region und dem gesamten Freistaat an.

»Airport City München«: rund 160.000 Menschen täglich am Flughafen-Campus

Grafik: Flughafen-Campus
1) Auf dem Flughafen-Campus inklusive aller Unternehmen etc.
2) Bringer und Abholer von Fluggästen, die das Terminal betreten und nicht nur Passagiere bis zur Tür/zum Parkplatz begleiten
3) Personen, die den Flughafen besucht haben, ohne selbst zu fliegen

Die Markenbotschaft des Flughafens München lautet »Verbindung leben«. Nur gemeinsam mit allen Anspruchsgruppen kann das Unternehmen kommenden Herausforderungen begegnen und erfolgreich die Zukunft gestalten. Die FMG verfolgt ein dreistufiges Konzept des Stakeholder-Dialogs und fördert so Transparenz und gesellschaftliche Akzeptanz.

Stufe 1: Informationen auf zielgruppenspezifischen Kanälen

Zur Information der verschiedenen Interessengruppen hat der Flughafen individuelle Kommunikationsinhalte definiert, die er in den jeweils passenden Kanälen platziert. Ein wichtiges Medium dafür ist der integrierte Bericht. Er spricht alle Zielgruppen des Airports an.

Stufe 2: Austausch und Einholen von Stakeholder-Feedback

Der Flughafen bezieht seine Stakeholder bei Diskussionen und Entscheidungen über für sie wichtige Themen mit ein. So schafft das Unternehmen die Basis für Vertrauen und langfristige Akzeptanz. Mit der Leserbefragung holt sich der Airport beispielsweise jedes Jahr Feedback zum integrierten Bericht und ermittelt die Bedeutung wesentlicher Themen für die Stakeholder.

Stufe 3: Ergebnisse des Dialogs fließen in die Geschäftstätigkeit ein

Schließlich berücksichtigt der Flughafen München die Rückmeldungen der Stakeholder für seine Geschäftstätigkeit. Die Anspruchsgruppen konfrontieren die FMG mit neuen Themen und wirken wie ein Spiegel der Gesellschaft. Auf diese Weise können Inhalte und Trends rechtzeitig erkannt, externes Wissen genutzt, eigene Positionen vermittelt und Konflikte entschärft werden.

Zentrale Stakeholder-Gruppen GRI 102-40

Grafik: Zentrale Stakeholder-Gruppen

Medien

Die Presseabteilung der FMG informiert deutsche und internationale Medien regelmäßig und zeitnah über aktuelle Ereignisse, betreut Journalisten vor Ort und rückt damit den Flughafen in das Zentrum des medialen Interesses. Die Stationierung von fünf Airbus A380 der Lufthansa in München, der Startschuss für »LabCampus« sowie der Testbetrieb des humanoiden Roboters »Josie Pepper« waren herausragende Medienereignisse im Jahr 2018.

Öffentlichkeit

Auf den Social-Media-Kanälen bereitet die Unternehmenskommunikation tagesaktuelle Themen im Stil der jeweiligen Online-Plattform crossmedial auf. Die Top-Themen des Jahres 2018, beispielsweise die Stationierung der A380 und neue Flugrouten und Airlines, stießen auf eine große Resonanz bei den Fans und Followern des Münchner Airports.

Sponsoringaktivitäten in München

Neben dem FC Bayern Basketball, dem Sommernachtstraum im Olympiapark und dem München Marathon unterstützte die FMG 2018 über 20 weitere Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Sport, Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt. Durch diese wirkungsvolle Präsenz rückt der Flughafen München näher an die Stadt München heran und wird auch hier seiner Verantwortung gerecht.

Region

Eine gute Zusammenarbeit mit der Region ist für den Erfolg des Flughafens München unerlässlich. Dafür sorgt das Regionalbüro. Es ist als Stabsstelle direkt der Geschäftsführung zugeordnet und versteht sich als »Brückenbauer« zwischen dem Flughafen und dem Umland. Für Kommunen, politische Entscheidungsträger, Institutionen und Bürger ist das Regionalbüro die erste Anlaufstelle bei allen Fragen, die den Flughafen betreffen.

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