Flughafen kompaktBrief der Geschäftsführung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, dass der Flughafen München für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut positive Ergebnisse vorlegen kann. Mit einem Umsatz von gut 1,5 Milliarden Euro haben wir 2018 rund 2,7 Prozent mehr erlöst als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern (EBT) ist zwar um rund 3,5 Prozent auf gut 221 Millionen Euro zurückgegangen. Das hat jedoch mit den großen Investitionen in die Erhaltung und Erweiterung der Infrastruktur zu tun, mit denen sich der Flughafen München für die Zukunft rüstet.

Die Verkehrszahlen haben sich ebenfalls sehr erfreulich entwickelt: 46,3 Millionen Passagiere starteten oder landeten 2018 in München, 1,7 Millionen oder 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor – ein erneuter Rekordwert. Obwohl sich Transavia Airlines aus München zurückgezogen und Air Berlin ihren Geschäftsbetrieb ganz eingestellt hat, stieg die Zahl der Flugbewegungen auf mehr als 413.000 Starts und Landungen, 2,2 Prozent mehr als 2017. Das heißt aber auch, das Zweibahnsystem kommt immer mehr an seine Grenzen.

Beim Bau der geplanten dritten Start- und Landebahn hat sich die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern im Herbst auf ein fünfjähriges Moratorium verständigt, sodass dieses Projekt gegenwärtig nicht weiterverfolgt werden kann. Die bereits bestehenden Kapazitätsengpässe werden sich daher in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Für die Fluggesellschaften wird es also zunehmend schwierig, zusätzliche Flüge von und nach München anzubieten und die steigende Mobilitätsnachfrage der Bevölkerung und der Wirtschaft in Bayern zu erfüllen.

Das Unternehmen stellt sich derzeit breiter auf und erschließt neue Geschäftsfelder. Wir bieten verstärkt unser Know-how bei Umzug, Planung, Bau und Betrieb von anderen Airports weltweit an. Unser Tochterunternehmen Munich Airport International GmbH engagiert sich derzeit intensiv in den USA. Gleichzeitig entsteht mit dem LabCampus im Westen des Flughafengeländes auf 500.000 Quadratmeter Fläche ein Innovationszentrum, das als internationaler Meeting Point von renommierten Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen branchenübergreifende technologische Entwicklungen anstoßen wird. Auch unsere neue Konzernzentrale soll auf diesem Areal gebaut werden.

Foto: Geschäftsführung
V. l. n. r.: Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor; Andrea Gebbeken, Geschäftsführerin Commercial und Security; Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur

Neuen Herausforderungen begegnen

Der diesjährige integrierte Bericht steht ganz bewusst unter dem Thema »Zukunft gestalten«. Damit wollen wir zeigen, dass wir die drei zentralen Herausforderungen, vor denen der Flughafen München steht, aktiv angehen: den Ausbau der Infrastruktur, die digitale Transformation und den Generationenwandel. Jede dieser Herausforderungen bringt auch Chancen mit sich. Wir haben daher eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um diese für uns zu nutzen:

  • Wir investieren massiv in unsere Infrastruktur. Das Terminal 1 ist in die Jahre gekommen, deshalb erneuern wir es und bauen es aus. 2018 wurde der Planfeststellungsbeschluss erteilt, und im April des laufenden Jahres haben bereits die Arbeiten auf dem Vorfeld begonnen. Dort entsteht bis 2023 ein neuer, attraktiver Abfertigungsbereich mit einem Pier für bis zu zwölf Flugzeuge.
  • Wir setzen verstärkt auf digitale Lösungen für neue Services. Hier lautet das Stichwort »Seamless Travel«, also eine möglichst nahtlose Reise. Wir wollen Fluggästen attraktive Angebote entlang der gesamten Reisekette machen. Hilfreiche Anwendungen für Smartphones und Testläufe mit künstlicher Intelligenz sind nur einige Beispiele für digitale Lösungen, die die FMG gerade erprobt.
  • Wir reagieren auf den Generationenwandel. Viele erfahrene Kollegen, die den Airport mit aufgebaut haben, gehen in den nächsten Jahren in den verdienten Ruhestand. Das bedeutet, dass wir als Arbeitgeber verstärkt junge Mitarbeiter einstellen werden, die neue Werte und Erwartungen mitbringen. Dass der Flughafen München wieder zu den 20 besten Arbeitgebern Deutschlands zählt, ist eine wichtige Bestätigung für unsere Personalpolitik.

Sie sehen, es bewegt sich viel bei uns. Wir werden alles dafür tun, unseren Flughafen weiterhin auf 5-Sterne-Niveau zu halten. Auf dem Fundament unserer starken wirtschaftlichen Position bauen wir selbstbewusst an der Zukunft unseres Unternehmens.

Einzigartigen Standort für Innovationen gestalten

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die zu unserem Erfolg beitragen: bei den Fluggesellschaften, den Passagieren, unseren Geschäftspartnern, Anteilseignern und ganz besonders bei unseren Mitarbeitern. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir am Flughafen München die Zukunft gestalten.

Dr. Michael Kerkloh

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