Arbeitswelt und GesellschaftVerantwortungsvoller Arbeitgeber

Diversity: personelle und kulturelle Vielfalt

Der Münchner Airport profitiert von der Vielfalt seiner Mitarbeiter. Er respektiert den kulturellen Hintergrund aller Beschäftigten und berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Rund 24 Prozent der Konzernmitarbeiter kommen aus mehr als 100 verschiedenen Nationen. Die meisten Mitarbeiter mit ausländischer Herkunft kommen aus der Türkei, gefolgt von Kroatien und Ungarn. Die Förderung von Frauen in Führungspositionen ist fester Bestandteil der Personalpolitik. Der Flughafen München Konzern hat sich das Ziel gesetzt, den Frauenanteil sukzessive zu erhöhen. Im Herbst 2017 wurden hierfür individuelle Zielgrößen verabschiedet und als Folgefrist ein Dreijahreszeitraum bis 30. Juni 2020 festgelegt. Frauen werden beispielsweise zu Beginn ihrer Führungstätigkeit mit dem »Cross-Mentoring-Programm« unterstützt. Dabei bekommt jede Teilnehmerin für ein Jahr eine Managerin aus einem anderen Unternehmen als Mentorin zur Seite gestellt. Den kontinuierlichen Austausch beruflich erfolgreicher Frauen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu fördern, ist das Ziel des Netzwerks »MStars« für weibliche FMG-Führungskräfte. 2018 konnte das Netzwerk weiter ausgebaut und die Vernetzung mit anderen Unternehmen intensiviert werden. Zudem fanden gezielt erste Veranstaltungen für ein weibliches Publikum statt, die der Flughafen initiierte oder unterstützte.

Durchstarten am Flughafen

Die Flughafen München GmbH wurde von Focus Money und Deutschland Test 2018 mit dem Deutschlandtest- Siegel »Top-Karriere-Chancen für Frauen« ausgezeichnet.

Foto: Campus Flughafen
In den Casinos auf dem Campus tauschen sich die Mitarbeiter in Flughafen-Atmosphäre aus.

Familie und Gesundheit im Fokus

Die Konzernleitung ist davon überzeugt, dass gute Leistung und ein familienfreundliches Arbeitsumfeld sich gegenseitig bedingen. Familienfreundlichkeit wird bei der FMG seit Jahren großgeschrieben und mit zahlreichen Angeboten gefördert. Viele Aktivitäten zielen außerdem darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten oder zu verbessern. Das Leistungsspektrum des Betrieblichen Gesundheits- und Sozialmanagements (BGM) reicht von der Arbeitsmedizin über die Mitarbeiterverpflegung bis hin zur Beratung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Der Flughafen München Konzern bietet eine Reihe von betrieblichen Zusatzleistungen für eine gesunde Work-Life-Balance. So nutzen beispielsweise über 700 Mitarbeiter das Angebot, bis zu 30 Prozent der individuellen Arbeitszeit im Home- oder Mobile-Office zu leisten.

Die Mitarbeiter – Daten und Fakten

Grafik: Die Mitarbeiter – Daten und Fakten

Zusätzliche Angebote für Mitarbeiter

Verpflegung in den Mitarbeitercasinos

900.000 Tischgäste werden in den fünf Mitarbeitercasinos auf dem Flughafen-Campus jährlich verpflegt. Das Casinokonzept verfolgt das Ziel, Beschäftigte am Flughafen ausgewogen und in einer angenehmen Atmosphäre zu bewirten. 2018 wurde das Casino im Terminal 2 generalsaniert und unter dem Motto »Mediterran trifft Kunst« wiedereröffnet.

Unterstützung bei langen Krankheitsphasen

Zum 1. Januar 2019 trat eine neue Betriebsvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) in Kraft. Sie regelt den Prozess rund um das freiwillige Verfahren für Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen krank waren und wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Das Programm wirkt zukünftiger Arbeitsunfähigkeit entgegen und trägt zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bei.

Muskel-Skelett-Programm »AufWind«

30 Prozent aller krankheitsbedingten Fehltage in der FMG in den Jahren 2013 bis 2017 sind auf Probleme mit dem Muskel-Skelett-­System zurückzuführen. Das betriebliche Gesundheits- und Sozialmanagement implementierte deshalb ein ganzheitliches Präventionsprogramm, das chronische Muskel-Skelett-Erkrankungen reduzieren, die Arbeitsfähigkeit erhalten und die Produktivität erhöhen soll. Die FMG-Arbeitsmedizin arbeitet dabei auch eng mit externen Physiotherapeuten zusammen.

Weitergedacht beim Arbeitsschutz

Gemeinsame Aufgabe, gemeinsame Verantwortung

Die FMG hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern und die Unfall- und Krankheitszahlen zu senken. Am Flughafen München werden laufend neue Lösungsansätze entwickelt, um gesundheitlichen Gefährdungen oder Risiken am Arbeitsplatz entgegenzutreten. Im Rahmen der ersten konzernweiten Arbeitsschutzausschusssitzung gab es 2018 die Möglichkeit, sich zu konzernübergreifenden Themen wie zum Beispiel Sicherheitsvorschriften, Unfallpräventionsstrategien und Gesundheitsvorsorge auszutauschen. Rund 70 Führungskräfte, Betriebsräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte der Tochtergesellschaften nahmen an der Veranstaltung teil.

Arbeitssicherheitstagung am Flughafen München

Ein hohes Sicherheitsniveau im Bodenverkehrsdienst ist nur durch enge, abteilungsübergreifende Kooperation im Arbeits- und Gesundheitsschutz gewährleistet. 2018 trafen sich rund 30 Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte der Tochtergesellschaften, Führungskräfte, Betriebsräte sowie Geschäftsführer von externen Bodenabfertigungsfirmen zur Arbeitssicherheitstagung in der Airport Academy, um sich zu der Rolle der Führungskräfte beim Thema Arbeitssicherheit und über Möglichkeiten der Verbesserung der Kommunikation zwischen und mit den Arbeitern auf dem Vorfeld auszutauschen. Ziel war es, Handlungsfelder zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen abzuleiten, um Gefährdungen zu minimieren und Unfälle zu vermeiden. 2019 wird abermals eine konzernweite Arbeitssicherheitstagung stattfinden. 

Ergonomie

Zu den Kernaufgaben des Bereichs Arbeitssicherheit gehört unter anderem die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze. Vor allem die Flugzeugabfertiger verrichten schwere körperliche Tätigkeiten mit einem nachweisbar erhöhten Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen. 2018 tätigte die FMG Investitionen in eine Studie zur Entwicklung eines automatischen Gepäckladesystems auf Roboterbasis, die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut durchgeführt wird. Ziel ist es, die manuellen Tätigkeiten der Mitarbeiter in der Flugzeugabfertigung deutlich zu reduzieren. Weitere konkrete Projektschritte sind für das Jahr 2019 geplant.

Ausblick

Der Bereich Arbeitssicherheit arbeitet eng mit der Airport Academy zusammen – beispielsweise um webbasierte Trainings in Bezug auf arbeitssicherheitsrelevante Themen zu entwickeln. Im Jahr 2018 hatte die Überprüfung des FMG-eigenen Arbeitsschutzmanagement-Systems durch das Gewerbeaufsichtsamt eine übergeordnete Bedeutung, die Zertifizierung ist für 2019 geplant.

Zahlreiche Perspektiven für gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter

Die FMG verfügt über eine hohe Kompetenz bei der Beschäftigung von Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen. Um ihnen einen möglichst normalen Arbeitsalltag zu ermöglichen, gibt es eine ganze Palette von Angeboten: das Betriebliche Eingliederungsmanagement, die Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeiter, die Einstellung von Menschen mit Schwerbehinderung und die Ausbildung junger Erwachsener, die in ihrer geistigen Entwicklung gefördert werden müssen. Zum 31. Dezember 2018 waren konzernweit 698 schwerbehinderte oder gleichgestellte Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht etwa sieben Prozent der Gesamtbelegschaft.

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